Renate
Segelbiographie
 
Mein erster Kontakt mit einem Segelboot 1965
Ich war 15 vorbei und mit meinen Eltern und Bruder in den Sommerferien auf Elba. Quartier hatten wir in einer Segelschule bezogen, die von einem deutsch- österreichischen Paar geführt wurde. Es ging hier um Jollensegeln. Ich mich am Strand fadisierend und sehn- süchtig auf´s Meer blickend, wurde von einem jungen Mann der offensichtlich hier einen Segelkurs besuchte angesprochen, ob ich nicht als Vorschoterin mit ihm kommen wolle. Mir ist fast das Herz in die Hose gerutscht .

Bernhard war Schweizer und hatte offensichtlich einen so seriösen Eindruck auf die Eltern gemacht, dass sie nichts dagegen hatten – was ja damals ein entscheidender Faktor für meine Freizeitgestaltung war. Jedenfalls hatte ich „Blut geleckt“, oder anders gesagt, die Kombination von Wasser und Wind hatte es mir angetan.

Acht Jahre später … Pfingsten 1973
habe ich dann in Mondsee, in einem ÖH-Kurs, den Segel-Grundschein gemacht.

 
UTA-Sommersportwoche in Strobl am Wolfgangsee, wir wagen uns sogar einmal mit dem dort verfügbaren Segelboot auf den See hinaus. Gleich im nächsten Jahr habe ich dann nochmals den Grundkurs gemacht, diesmal in St. Gilgen am Wolfgangsee.

Nachdem ich vielseitig sportlich interessiert und auch unterwegs war, und sich keine segelbegeisterte Gruppe zusammen gefunden hatte, sind meine Segelambitionen auf Grund gelaufen.

15 Jahre später – 1989
bei einer Sommersportwoche für Lehrer/innen – habe ich neben Tennis Segeln gewählt – und jetzt zum dritten Mal den Grundschein gemacht, im Jahr darauf dann gleich den A-Schein. Jetzt hatte ich fest vor, den Segelsport weiter zu betreiben und wollte eigentlich gleich eine Woche später bei einem Überstellungstörn von Malta nach Pula mitfahren – leider hatte mich damals aufgrund der zu kurzen Vorbereitungszeit der Mut verlassen. Also wenigstens den „Trapez- und Spi-Kurs“ Ende August am Neusiedler See machen – nur leider der war schon ausgebucht. Bis zur nächsten Saison hatte ich dann wieder den „Faden verloren“.

Anfang der 90er Jahre
haben damals Freunde meiner Eltern von ihren jährlichen Törns erzählt und da ist bei mir wieder so ein Licht am Horizont aufgeflackert – und urlaubend am Meer, haben Segelboote meinen Blick gefangen, aber – der richtige Kick hatte gefehlt …..

Erst 1997,
als ich Stefan kennen gelernt hatte und wir festgestellt hatten, dass wir beide den A-Schein besitzen, bzw. er ihn auch aktiv genutzt hatte – da hat es mich nicht mehr losgelassen. Zwar hat es dann noch einige Jahre gedauert, bis wir so richtigen begonnen haben. Das Andocken hat seine Zeit gebraucht …. wir hatten immer gehofft, doch irgendwelche Leute kennen zu lernen, die uns auf einen Törn mitnehmen werden – aber alle diese Versuche sind im Winde verweht – bis uns dann der Holland-Törn in die Hände gefallen ist. (s.d.)

2006 – es wird ernst
Nachdem das kennen Lernen von Seglern für uns zaach geht, will Stefan gleich selber den Schein machen. „Ja ja mach´ nur“, waren meine Gedanken. Dann stellte sich heraus, dass er sich schon vorgestellt hatte, dass wir das zusammen machen. Ok, ich mach den Kurs damit ich mich auskenne – aber Prüfung mache ich ganz sicher keine, nein, das tue ich mir nicht an. (Kenne ich doch Prüfen, Prüfungssituationen und die Mentalität von Prüfern/innen aus nächster Nähe und von beiden Seiten.)Stefan hatte noch moniert, dass man ihn Griechenland doch nur mit einem Co-Skipper chartern kann …. ok, wir werden sehen ….Der Kurs holpert dahin, nur dank unseres guten naturwissenschaftlichen Verständnisses und v.a. Stefans geduldigen Erklärungen, haben uns die mathematischen und physikalischen Anforderungen nicht zum Scheitern gebracht, waren aber doch eine Herausforderung. Meine Prüfungsambitionen waren auf Grund gelaufen – „das tue ich mir nicht an“ – und v.a. das Anlegen werde ich sowieso niemals „derlernen“. Und plötzlich, die wenigen Frauen und manche Männer, die den Kurs begonnen hatten, waren bereits abgesprungen, und – wenn schon die Mühe auf sich nehmen, sollte man dann nicht dafür auch einen Nachweis haben? –Jedenfalls hat mich der Ergeiz gepackt und ich habe die FB 3 Prüfung gepackt.